Thomas Kossendey

Der Mann, der Ihr Vertrauen verdient!

Thomas Kossendey
Kamera läuft, Ton ab, und bitte....
Ein bisschen nervös sehe ich in das Auge der Kamera und fange an: „Guten Tag, meine Damen und Herren, herzlich willkommen zu unserer heutigen Sendung“. Ich bin im Fernsehen! Naja, nicht ganz, genauer genommen im Fernsehstudio des Bundestags, im Rahmen des Girls Days, wo wir gerade dabei sind ein Interview zu simulieren und ich die Moderatorin sein darf. Nach diesem kurzen Interview sehe ich mich wieder zurück in die Realität versetzt, wo ich keine lächelnde Fernsehmoderatorin mehr sein darf. Aber diese Realität ist auch nicht schlecht, eigentlich sogar eine sehr gute Alternative, denn im Rahmen meines Schulpraktikums habe ich nämlich die Möglichkeit ein einwöchiges Praktikum im Büro von Thomas Kossendey zu machen. Da seine Mitarbeiter Herr Haustedt, Frau Schölzel und Frau Griesbach sehr nett sind und auf jede meiner Fragen antworten, wird dieses Praktikum für mich eine sehr interessante und spannende Erfahrung.
Nachdem ich mir an den ersten beiden Tagen die Gebäude des Bundestages alleine oder auch in Begleitung mit Frau Schölzel anschauen kann, habe ich am Nachmittag des zweiten Tages dann sogar die Möglichkeit, die Politiker beim Eintreffen auf der Fraktionsebenel zu beobachten. Eine nicht ganz alltägliche Erfahrung für mich, mal Herrn Schäuble, Frau von der Leyen, Herrn Lindner, Frau Merkel und Co aus nächster Nähe zu sehen. Aber die Aufregung solche bekannten Persönlichkeiten zu treffen vergeht dann doch relativ schnell.
So kommt es mir schließlich selbstverständlich vor, Herrn Steinmeier auf dem Rollband zu grüßen oder mit Herrn Müntefering Richtung Mensa zu gehen. Doch nicht nur die Personen im Bundestag sind durchaus interessant, sondern auch das was sie zu bereden haben. Das Politische natürlich. Am dritten Tag habe ich z.B. die Möglichkeit im Plenum bei einer Debatte zur Präimplantationsdiagnostik zuzuhören, oder später an einer Ausschusssitzung für Menschenrechte teilzunehmen bzw. auf der Besuchertribüne zu sitzen. Das ist sehr spannend, da ich hier zum ersten Mal begreife, wie viel Arbeit wirklich hinter einem Beschluss der Bundesregierung steht, und wie wenig der nichtpolitische Bürger über die Medien mitbekommt.
Höhepunkt meines Praktikums ist jedoch der vierte Tag, an dem ich an einer Führung durch die Studios teilnehme, wie auch Herrn Kossendey persönlich kennen lerne.
Nach der oben beschriebenen kurzen Moderation und Führung im Rahmen des Girls Days geht es mit den Mitarbeitern auf zur Postbesprechung mit dem Chef. Da Herr Kossendey gerade im Plenum sitzt, müssen wir warten bis ein Saaldiener ihn heraus bittet. So habe ich dann die Gelegenheit einen gut aufgelegten Herrn Kossendey kennen zu lernen, der mich auch gleich nach meiner Meinung zur Präimplantantionsdiagnostik befragt.
Nach der Besprechung der Einladungen und Briefe der letzten Woche geht Herr Kossendey wieder ins Plenum und ich laufe mit Herrn Haustedt, Frau Schölzel und Frau Griesbach wieder zurück ins Büro, wo ich mich daran versuche, einen Zeitungsartikel lesbar zusammen zu kopieren. Ein nicht zu unterschätzendes Unterfangen, wie sich bald herausstellt. Doch kaum stehe ich im Kopierraum, muss ich mich auch schon wieder auf den Weg zu einem Fototermin mit Herrn Kossendey machen. Danach nimmt er mich mit zu einem Termin mit einer Delegation Oldenburgs und einem Vertreter des Verkehrsministeriums. Da Herr Kossendey Abgeordneter des Wahlkreises Oldenburg/Ammerland ist, nimmt er hierbei die Funktion des Gastgebers ein. Nachdem ein paar Fotos von der Oldenburger Gruppe geschossen wurden, macht sich die Gruppe auf zu einem Besprechungssaal im Paul-Löbe-Haus. Meine anfänglichen Hoffnungen so vielleicht die Möglichkeit zu haben, nicht nur auf der Besuchertribüne eines Ausschusssaales zu sitzen, werden leider enttäuscht, denn dort dürfen nur Ausschüsse tagen. Naja dann eben in ein normales Besprechungszimmer. Nachdem die ganze Delegation erfolgreich durch die Sicherheitskontrolle gelotst wurde, der aus Versehen getätigte Alarm des Aufzugs auch wieder ausgestellt worden ist, finden sich dann doch alle im Besprechungszimmer ein. Eine aufregende Diskussion beginnt, wobei ich es genieße auch diesen Teil der Politik mitzuerleben und mir auch hier eine eigene Meinung bilden zu können.
Danach verabschiedet sich Herr Kossendey von mir, da er wieder ins Plenum muss und am nächsten Tag auf Dienstreise geht. Nachdem ich am letzten Tag noch einmal auf der Besuchertribüne des Plenums gewesen bin und den stenographischen Bericht gelesen habe, heißt es auch für mich Abschied nehmen vom Büro Thomas Kossendeys, dem Bundestag und meinem Hausausweis, den ich leider wieder abgeben muss. Was mir aber bleibt, ist eine Fülle an Impressionen und Erinnerungen, die die besten Souvenirs in meinem Gepäck sind, als ich mich wieder gen München aufmache. Als wir uns in der Schule über unsere Praktika unterhalten, stelle ich fest, dass mein Praktikum eines der wohl aufregendsten und interessantesten war, und möchte mich an dieser Stelle bei Herrn Haustedt, Frau Schölzel, Frau Griesbach und nicht zuletzt natürlich Herrn Kossendey bedanken, dass sie mir diesen einmaligen Einblick in die Politik ermöglicht haben und mein Praktikum zu einem unvergesslichen und lehrreichen Erlebnis haben werden lassen.