Thomas Kossendey

Der Mann, der Ihr Vertrauen verdient!

Thomas Kossendey
Ein toller Einblick in die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten

Im Januar 2012 durfte ich ein zweiwöchiges Praktikum im Büro des Parlamentarischen Staatssekretärs Herrn Kossendey absolvieren. Ich war vorher sehr aufgeregt, denn ich konnte mir gar nicht vorstellen, welche Arbeiten im Büro eines Bundestagsabgeordneten zu erledigen sind. Und ich hatte keine Vorstellung vom Arbeitstag eines Abgeordneten – ich hatte zuvor immer nur im Fernsehen gesehen, dass viele Sitze im Bundestag leer sind, wenn das Parlament tagt. Ich habe mich gefragt, was die Abgeordneten tun, wenn sie nicht im Parlament sitzen.
Schon am ersten Arbeitstag hatte ich das Gefühl, ich betrete eine ganz andere Welt. Am Eingang des Jakob-Kaiser-Hauses wurde mir erst mal mein Ausweis abgenommen und dafür bekam ich eine Besucherkarte. Später dann musste ich zur Ausweisstelle gehen, um einen Ausweis zu bekommen, mit dem ich mich in allen Gebäuden, die zum Bundestag gehören, frei bewegen konnte. Das war ein sehr aufregendes Gefühl!
Aber am ersten Tag war ich sehr froh, dass der Büroleiter, Herr Haustedt, mich am Eingang abgeholt hat. Sonst hätte ich mich sicher verlaufen, denn die Flure im Jakob-Kaiser-Haus sind sehr lang, mit vielen Türen, die alle gleich aussehen.
Im Büro haben Herr Haustedt und Frau Vogler uns (wir waren zwei Praktikanten) eine kurze Einführung in die Arbeit im Büro gegeben. Und dann hat Frau Vogler eine Führung mit uns gemacht durchs Jakob-Kaiser-Haus und den Bundestag. Sie hat uns die unterirdischen Verbindungstunnel gezeigt, die Tagungsräume, wichtige Büros, den Plenarsaal des Bundestages und vieles mehr. Das war sehr interessant, aber es waren auch viele, viele Informationen. Und damit wir uns in den nächsten Tagen auch alleine zurechtfinden können und üben, uns in den vielen Fluren, Gängen und Tunneln und den unterschiedlichen Gebäuden zu orientieren, haben wir dann Aufgaben bekommen, die wir lösen mussten – wir mußten zum Beispiel den Weg zur Kuppel finden und Photos machen oder die Wappen der Bundesländer suchen, die irgendwo am Reichstagsgebäude angebracht sind. Und nachdem wir noch die Niere des Bundestags und die Boote im Jakob-Kaiser-Haus gefunden hatten, konnten wir uns Dank dieser „Tour de Bundestag“  am Ende des ersten Tages im Jakob-Kaiser-Haus und den umliegenden Gebäuden ziemlich gut zurecht finden.
Am zweiten Tag durfte ich mit Herrn Kossendey zu einer Fraktionssitzung gehen. Es ging um aktuelle politische Themen, aber auch um die Mordserie der Neonazis und den „Arabischen Frühling“ in Syrien. Also sehr unterschiedliche Themen. Die Sitzung lief so ab, dass ein Politiker zu einem Thema referiert hat und alle anderen hatten dann die Gelegenheit, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Das war sehr

 

interessant, weil ich zum ersten Mal Politik hautnah erlebt habe. Hinterher habe ich dann noch die Bundeskanzlerin Frau Merkel getroffen und den Minister der Verteidigung, Herrn de Maizière. Beide waren sehr freundlich und haben sich Zeit für ein kurzes Gespräch genommen. Das war sehr beeindruckend für mich!

 

Martin trifft den Verteidigungs-

minister Lothar de Maizière


Am Donnerstag habe ich auf der Besuchertribüne des Bundestages der Regierungserklärung des Bundeswirtschaftsministers Herrn Dr. Rösler zugehört. Anschließend wurden noch andere Reden gehalten. Es war sehr interessant zu erleben, wie die Politiker vom Bundestagspräsidenten aufgerufen werden. Auf Tafeln im Hintergrund stand immer, wie viel Zeit ein Abgeordneter zum Reden hat. Gelegentlich wurden auch Redner ermahnt, weil sie ihre Redezeit überschritten hatten. Das hat mich ein bisschen an die Schule erinnert!
An einem Tag hat Herr Kossendey uns mitgenommen ins Verteidigungsministerium.
Dort hatte er unter anderem einen Termin mit einer Journalistin einer Tageszeitung, die ihn zum Thema „Bundeswehr in Afghanistan“ befragt hat. 
Zu den Terminen, die Herr Kossendey neben seiner Tätigkeit im Bundestag und der Büroarbeit, den Fraktions- und Ausschusssitzungen, diversen Interviews und Gesprächsterminen und vielem anderen noch zu  erledigen hat, gehören Gespräche mit Besuchergruppen aus seinem Wahlkreis. Ich war bei Treffen mit zwei Schulklassen und einer Besuchergruppe dabei. Vor allem die Schülergruppen waren gut vorbereitet und hatten sich eine Menge Fragen überlegt.

Auch an einem Gesprächstermin durfte ich teilnehmen: an einem Tag traf Herr Kossendey den Arzt Reinhard Erös, der in Afghanistan schon seit vielen Jahren Schulen und Krankenhäuser baut, und der Herrn Kossendey von seiner Arbeit berichtete.
Es hat mich beeindruckt zu erleben, wie schnell man als Politiker zwischen verschiedenen Themen hin und herspringen muß, und dass man sich in sehr kurzer Zeit auf die unterschiedlichsten Gesprächspartner einstellen können muß.

Aber natürlich musste ich während des Praktikums auch Büroarbeiten erledigen. Dazu gehörte zum Beispiel das Lesen und Sortieren von Informationen aus dem Internet. Die wichtigsten Nachrichten musste ich für Herrn Haustedt heraussuchen. Die Post wegzubringen und zu holen war, nachdem die Orientierung im Jakob-Kaiser-Haus funktionierte, eher eine Kleinigkeit!
Ich habe geholfen, Informationen über den Bundestag für die Schülergruppen zusammenzustellen, aber vor allem habe ich während der Bürozeiten gelesen: Informationen über die Arbeit des Bundestages und Nachrichten aus dem Internet und verschiedenen Zeitungen.

Das Praktikum hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe viele, viele interessante Dinge gehört und gesehen, ich habe Politik hautnah und ganz aus der Nähe erlebt. Und ich habe gesehen, wie viel Arbeit ein Abgeordneter „hinter den Kulissen“ macht, außer der Teilnahme an den Bundestagssitzungen. Ich habe gelernt, dass die Bundestagssitzungen ein sehr, sehr wichtiger Teil der Arbeit sind, aber nicht der größte Teil! Ich war überrascht zu erfahren, wie vielfältig die Arbeit ist und wie viele unterschiedliche Aufgaben Herr Kossendey hat.

Ich möchte mich sehr, sehr herzlich bei Herrn Kossendey bedanken, aber auch bei Herrn Haustedt und Frau Vogler, die mir in diesen zwei Wochen so viel gezeigt und erklärt haben und die immer Zeit für Fragen hatten! Ich wäre sehr gerne noch länger in Berlin, im Jakob-Kaiser-Haus und vor allem in Herrn Kossendeys Büro geblieben!
Vielen, vielen Dank!!