Thomas Kossendey

Der Mann, der Ihr Vertrauen verdient!

Thomas Kossendey
Berlin "hautnah"
   
Für sechs Wochen Praktikant im
Berliner Abgeordnetenbüro:
Enno Schumacher.
 
6 Wochen Eintauchen in Berlins politischen Alltag. Nicht über die Medien, sondern „von innen“ den Bundestag zu erleben, ist eine sehr reizvolle Angelegenheit, die ich jedem ans Herz legen kann! Als "frisch gebackener Abiturient" durfte ich im Rahmen eines freiwilligen Praktikums  vom 15.09. - 24.10.2008 einen Einblick in das Abgeordnetenbüro von Herrn Kossendey werfen. Thomas Kossendey ist neben seiner Funktion als Abgeordneter des Wahlkreises Oldenburg/Ammerland auch Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung sowie Vorsitzender der deutsch – türkischen Parlamentariergruppe. Dies bringt ein großes Arbeitsspektrum mit sich, das zu bewältigen ist. Herr Kossendey hat daher nicht nur einen sehr flotten Tagesablauf sondern auch eine Vielzahl von Mitarbeitern im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) und im Jakob-Kaiser-Haus. Dort arbeiten Sabrina Hackel und Nicolas Haustedt, mit denen ich am meisten zu tun hatte.

Bereits am ersten Tag war ich positiv überrascht von der unkompliziert-angenehmen Arbeitsatmosphäre. Nach meinem vorherigen Praktikum in einer "locker-flockigen" Werbeagentur in Hamburg hatte ich in einem Bundestagsbüro einen eher frostigen Umgang erwartet. Das Gegenteil war - glücklicherweise - der Fall!

Die Zusammenarbeit mit Frau Hackel ... 
 
  ... und Herrn Haustedt klappte reibungslos. 

Da sich im Bundestag Sitzungs- und Nichtsitzungswochen abwechseln, konnte ich idealerweise die unterschiedlichen Arbeitsweisen kennenlernen. Während Thomas Kossendey in Sitzungswochen voll in Berlin eingespannt ist, widmet er sich in den Nichtsitzungswochen der Arbeit in seinem Wahlkreis oder er besucht, wie Anfang Oktober, die Bundeswehr in Afghanistan. Auch die Arbeit seiner Mitarbeiter richtet sich sehr nach dem Zeitplan des Bundestages. So habe ich während der Nichtsitzungswochen Briefe von Bürgern oder Unternehmern bearbeitet, die sich mit Kritik bzw. Problemen an ihren „Mann des Vertrauens“ wenden. Diese Aufgabe hat mir besonders gefallen, da man sich anfangs komplett in ein unbekanntes Thema hineindenken musste und die Bearbeitung daraufhin eng von den Ergebnissen der Arbeitsgruppen, von Gesetzesbeschlüssen und der CDU Linie abhing.

Während der Sitzungswochen hingegen habe ich viel recherchiert, um bei der Bewältigung des enormen aktuellen Arbeitspensums zu helfen. Behilflich ist dabei das Intranet des Bundestags, auf das ich in Zukunft nur ungern verzichten werde! Es bietet einen aktuellen Tickerdienst der Nachrichtenagenturen, eine Pressedokumentation aller deutschen Zeitungen, Bundestagsdrucksachen und, und, und… Auch der Wissenschaftliche Dienst und die Bibliothek bieten umfassende Informationen, sodass ich abends vor den Nachrichten öfters dachte: „Das war alles? Gab’s da nicht noch mehr?“

Ansonsten bestand meine Arbeit aus der Bearbeitung der immensen Postmengen, bei der ich nicht nur schnell merkte, dass Herr Kossendey ein gefragter Mann für allerlei Einladungen ist, sondern dass er sich zusammen mit seinen Mitarbeitern sehr gewissenhaft um einen guten Kontakt zu den Bürgern bemüht. Damit nicht genug: Die CDU bietet –übrigens als einzige Partei- ihren Praktikanten das kostenlose sogenannte „Praktikantenbetreuungsprogramm“ an. Dieses ermöglicht einem Führungen (z.B. Bundestag, Museen, Studio ZDF), Teilnahme an TV-Sendungen als Zuschauer (z.B. „Hart aber fair“, „busch@n-tv“) und lebhafte Diskussionsrunden mit Politikern (z.B. Volker Kauder). Im Gegenzug kann man bei Veranstaltungen, beispielsweise Fachgesprächen oder Kongressen, behilflich sein und auch teilnehmen. Zudem konnte ich auf diese Weise gut andere Praktikanten kennen lernen.

Rückblickend kann ich sagen, dass mein Praktikum sehr vielseitig war und mir gute Erfahrungen gebracht hat. Auch wenn es hin und wieder 13-Stunden-Tage gab oder der „Etagenkopierer rechts“ mir ernsthafte Zweifel an meinem IQ bescherte, so kann ich das Praktikum weiterempfehlen.

Dadurch, dass man ganz dicht am Geschehen ist, erscheint es einem auf einmal klar, dass der Fleiß der Politiker nicht an der Präsenz im Plenarsaal gemessen werden kann, da die eigentliche Arbeit in Ausschüssen, Gesprächen und Arbeitsgruppen stattfindet. Außerdem wundere ich mich im Nachhinein, warum Thomas Kossendey in den Medien vor allem im Zusammenhang mit der Bundeswehr in Erscheinung tritt, wo er doch ebenso großes Engagement für die Probleme seines Wahlkreises aufbringt. Ebenso habe ich festgestellt, dass die Ausstattung in den Abgeordnetenbüros keinesfalls luxuriös ist, wenn man von einer Werbeagentur Hochglanzpapier und designte Büroausstattung gewohnt war.

Zusammenfassend kann ich also sagen, dass ich durch das Praktikum eine neue Sichtweise auf den politischen Alltag in Berlin bekommen habe. Es war eine "geile Zeit"! Ich konnte mit vielen tollen Menschen zusammenarbeiten und ich habe gesehen, dass Arbeit trotz (oder vielleicht wegen?) des vollen Terminkalenders und der enormen Verantwortung Freude macht. Es war gut, akzeptiert und ernst genommen zu werden. Mitmischen im Bundestag aus hautnaher Perspektive - danke, dass ich Berlin von „innen“ kennenlernen konnte.