Neues für Oldenburg und das Ammerland
Svitlana Serebryana (PPP 08/09) berichtet von Ihren Erlebnissen und Erfahrungen
30. Dezember 2008"Hallo nach Oldenburg,die Zeit vergeht hier so schnell!
Es ist so viel passiert in den letzten Wochen, ich weiss gar nicht wo ich
anfangen soll!
Natürlich hat die USA einen neuen
Präsidenten gewählt. Um die Wahl gab es hier einen richtigen Hype;
Amerikaner unterstützen ihre Kandidaten viel aktiver als Deutsche. Vor
Privathäusern waren Wahlplakate, viele hatten Buttons oder T-shirts mit
Wahlslogans. Meine Gastfamilie hat alle News um die Wahl aktiv verfolgt; Radio,
Fernsehen, Zeitung. Viele Mittelschichtamerikaner fürchten um den
amerikanischen Kapitalismus, weil Obama Dinge wie eine gesetzliche
Krankenversicherung einführen und die Wirtschaft stärker
kontrollieren will. Hier sind die Menschen der Meinung, dass jeder das
kriegen sollte, was er sich selbst erarbeitet hat und dass der Konsument
entscheiden sollte, was er will und es nicht in der Hand der Regierung
liegt. In meiner Schule gab es eine kleine ''Wahl''; das
soll Schüler zum einen zu aktiven Wählern erziehen und zum anderen
einfach testen, wie die öffentliche Meinung ist. Meine Schule hat knapp für
Obama gewählt.
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Svitlana und mit ihren Gasteltern und ihrer Gastschwester in der Atlanta Coca-Cola-
World.
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Meine Thanksgiving-Ferien haben wir teils
in Savannah bei der Familie meiner Gastfamilie verbracht und teils in Atlanta;
wir haben uns das Aquarium angesehen und das Coca-Cola Museum. Thanksgivig wird
hier traditionell mit der Familie verbracht und es wird den ganzen Tag
gegessen ;)
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Theaterauftritt von Svitlana (2. von rechts) als Cinderella.
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Letzten Monat hatte ich mit meiner
Theater-Klasse meinen Auftritt. Unser Stück hiess "between the lines''. In
dem Theaterstück ging es um viele bekannte Märchenfiguren (ich
war Cinderella). Zum Schluss mussten wir auf der Bühne bleiben und uns mit
kleinen Kindern für Fotos posieren. Ich hatte riesig
viel Spass und ich bin richtig traurig, dass alles vorbei ist.
Unsere Lehrerin hat aber gesagt, dass wir vielleicht an einem Schulwettbwerb
teilnehmen können, in dem wir gegen andere Theatergruppen konkurrieren. Ich
hoffe das klappt!
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| | Svitlanas offizielles High-School-Jahrbuchfoto. |
Letzten Monat war die "International
Education Week" und ich musste vor Publikum etwas über Deutschland erzählen.
Ich habe in meinem Literaturkurs eine Powerpoint - Präsentation über deutsche
Dichtkunst und insbesondere über Goethe und Schiller gehalten. Vor der
Präsentation hatte ich etwas Angst, weil ich nicht genau wusste, was von mir
verlangt wuerde. Jennifer hat mir geholfen; sie hat mir erklärt, dass
diese Präsentation einfach nur mein Land näher bringen solle und ich könne
alles machen was mir einfiele. Es hat eigentlich Spass gemacht; alle waren
interessiert und haben Fragen gestellt. Nach der Präsentation haben sie
allgemeine Fragen über Deutschland gestellt.
Jetzt haben wir Weihnachtsferien und dann
ist schon das Semester vorbei. Wie schnell die Zeit vergeht!Viele liebe
Gruesse aus den USA
Svitlana"
03. Oktober 2008
Die erste email von Svitlana aus den USA mit vielen Eindrücken und ersten Vergleichen mit Zuhause (Kramermarkt...):
"Jetzt bin ich schon bald zwei Monate in den USA! Es tut mir
leid, dass ich mich nicht eher melden konnte, aber die Tage hier sind
so lang, ich komme gar nicht zum email-schreiben.
Meine
Gastfamilie lebt in Register, Georgia, ungefähr 60 Meilen von Savannah
entfernt. Wir fahren regelmäßig nach Savannah, weil es die nächste
große Stadt ist und meine Gasteltern von dort stammen und viele
Verwandte haben. Die Stadt ist wirklich wunderschön und hat eine lange
Geschichte, viele bekannte Colleges und Museen, und liegt direkt am
Strand. Meine Gastmutter ist Englisch-Lehrerin an einer
Elementaryschool und mein Gastvater Supervisor in einer Firma. Ich habe
eine Gastschwester, die neun ist, und einen 21-jährigen Gastbruder, der
mit seiner Verlobten in Savannah wohnt. Alle sind hier supernett zu mir und helfen mir, wo sie nur können!
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| Svitlana und ihre Gastfamilie. |
In
meiner Highschool bin ich in der 12. Klasse und habe dieses Semester
Business, English, US-History und Drama belegt. In Drama führen wir
ein Musical mit vielen bekannten Märchenfiguren auf. Ich spiele
Cinderella. Es macht wirklich Spaß!
AYUSA bringt regelmaessig
alle Austauschüler aus der Region zusammen und wir waren schon bei
einen Baseballgame und gehen dieses Wochenende zu einer Fair (das ist
wie unser Kramermarkt, nur VIEL groesser). Es ist wirklich cool andere
Austauschschüler zu treffen. Einige Bekannte aus Würzburg sind auch
hier und auch Austauschschüler aus Brasilien, Australien, Mexico, der
Schweiz, Tirgikistan, Taiwan, China, Russland, Finnland...
Ich melde mich bald wieder, und versuche noch ein paar Fotos mitzuschicken.Viele Grüße nach Oldenburg und noch mal danke für diese Chance!
Svitlana"
07. August 2008
Svitlana meldet sich in die USA ab:
"Hallo!
Ich fliege am 08.08.08 in die USA. Meine Gastfamilie wohnt in Georgia bei Savannah. Ich bin also ziemlich nah an der Küste! Ich freue mich schon sehr, alle kennenzulernen!
Liebe Grüße!
Svitlana"
03. Juli 2008Das Vorbereitungs-Seminar in Würzburg und das Interview in Berlin:
"Die Informationen zu den Reisedaten (das Seminar war vom 6. bis 13. Mai) und
dem Programm wurden mir schon per E-mail zugeschickt. Schon am
Hauptbahnhof Würzburg hab ich andere PPPler getroffen und zusammen sind
wir zur Frankenwarte, die etwas außerhalb liegt und wo das Seminar
stattfand, gefahren. Nach
der Begrüßung durch die Seminarleiter (alles ehemalige
Austauschstudenten) wurde die mit ca. 60 Leuten ziemlich große Gruppe
in A und B geteilt. Das Programm erwies sich zwar - wie erwartet - als
sehr voll (Programm von 9.15 - 22.00 Uhr), aber auch abwechslungsreich
und sehr interessant.
Die
Gastredner waren ziemlich international: Deutschland, USA, Chile,
Kanada... Wir wurden auf unsere Rolle als Gastschüler vorbereitet,
Kulturunterschiede und Problemmanagement wurden besprochen und wir
haben etwas über den geschichtlichen Hintergrund erfahren. Themen waren
z.B. "was ist deutsch?", Verfassungsgeschichte, "one year in the USA -
ideas, perspectives, expectations" und politische Problemfelder. Die
Atmosphäre war entspannt und wir konnten auch Fragen zu Schule,
Gastfamilie usw. stellen. Wir haben häufig in Gruppen gearbeitet und
über aktuelle politische Themen diskutiert.
Mrs
Natasha Fong-Cohen von AYUSA hat uns über die Organisation, die Regeln,
die wir zu befolgen haben, und einiges Organisatorisches, wie die
Versicherung, aufgeklärt. Die einzelnen Themen wurden protokolliert und
sollen mit den gemachten Fotos auf unserer gemeinsamen Internetseite ppp25.de erscheinen.
Insgesamt
fühle ich mich nach diesem Seminar wirklich gut vorbereitet und es hat
viel Spaß gemacht. Es war auch mal ganz witzig, Leute aus anderen
Teilen Deutschlands zu treffen: Sogar innerhalb Deutschlands gibt es
große Kulturunterschiede. Durch dieses Seminar freue ich mich sogar
noch mehr auf den Austausch und kann es eigentlich gar nicht mehr
erwarten!
Doch
zuerst stand mir noch der Interviewtermin in Berlin wegen meines Visums
bevor. Das war ganz schön stressig: die ganzen komlizierten Unterlagen,
das Foto, das unter bestimmten Bedingungen aufgenommen werden musste... Und mein Termin war schon ziemlich früh, um 9.15 Uhr.
Im
Endeffekt war die ganze Aufregung umsonst: Da mein Termin früh war, kam
ich ohne viele Verzögerungen schnell dran und das Interview erwies sich
als kurze Frage, in welcher Klasse ich sei und ob ich mit einem
Stipendium des Deutschen Bundestags reise. Trotzdem war ich
erleichtert, als alles gut verlaufen war und ich das Konsulat verlassen
konnte. Den Rest des Tages in Berlin hab ich noch genutzt, um ein paar
Gastgeschenke zu kaufen.
Ich bin jetzt schon richtig aufgeregt, dass es bald endlich losgeht!
Viele liebe Grüße,
Svitlana Serebryana."