18.01.2012
Schüler der Helene-Lange-Schule diskutieren mit Kossendey im Deutschen Bundestag
„Ich rede jetzt gar nicht so viel über mich, sondern wir kommen gleich zu den Fragen, die ihr stellen wollt“, begrüßte der Oldenburger CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Kossendey am Dienstag die Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs der Helene-Lange-Schule zum Gespräch im Deutschen Bundestag.
Nach diesem schnellen Einstieg in die einstündige Diskussion löcherten die Jugendlichen ihren Bundestagsabgeordneten mit Fragen zu den unterschiedlichsten Themen, angefangen bei der Diskussion zur idealen Schulform, bis hin zu Nebeneinkommen von Abgeordneten.
Auf die Frage, ob schon jemand versucht hätte Kossendey zu bestechen, antwortete dieser schmunzelnd: „Nein. Und ihr fordert zu Recht die Unbestechlichkeit von Abgeordneten. Ich wundere mich aber oft, dass mich Bürgern ansprechen und fordern, Recht und Gesetz zu ihrem Vorteil zu brechen. Der eine verlangt von mir, ich solle dafür sorgen, dass ein Knöllchen zurückgezogen wird, der andere ich solle zu Gunsten einer dritten Person in ein Bewerbungsverfahren eingreifen.“ Kossendey ergänzte, dass er sich als Wahlkreisabgeordneter gerne für die Belange der Bürger aus Oldenburg und dem Ammerland einsetze, aber dass ihm dabei durch bestehende Gesetze eben manchmal auch Grenzen gesetzt sind.
Ein weiterer Schüler fragte, wie Kossendey die Transparenz in der deutschen Politik beurteile. „Ich denke schon, dass unser Gesetz über die Offenlegung von Nebenverdiensten die Politik sehr transparent macht. Dadurch, dass jeder Bürger nachlesen kann, welche Zusatzverdienste ein Abgeordneter hat, kann er auch einschätzen, für welche Themen der Abgeordnete sich besonders einsetzt“, so der Parlamentarische Staatssekretär beim Verteidigungsminister.
Wie Kossendey selbst Transparenz über seine Person und seine politischen Arbeit herstelle, wollte einer der Jugendlichen wissen. Auf seiner Homepage seien alle Informationen zu finden. Angefangen bei den Themen seiner politischen Arbeit bis hin zu den Terminen, die er wahrnimmt, so Kossendey.
Ein weiteres Thema der Diskussion mit den Schülern war der Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Der Parlamentarische Staatssekretär erläuterte, welche Fortschritte beim Wiederaufbau Afghanistans bereits erzielt wurden. „Heute gehen drei Viertel der Kinder zur Schule – Mädchen und Jungen. Außerdem hatten früher nur etwa fünf Prozent der Afghanen Zugang zu medizinischer Versorgung. Heute sind es ebenfalls drei Viertel.“ Weitere Erfolge seien der Ausbau der Wasser- und Stromversorgung und der Aufbau vieler Universitäten, die auch ausländische Studenten anlocken. „Sicherlich sind wir nicht so weit, wie wir es uns vor zehn Jahren zu Beginn des Einsatzes gewünscht hätten, aber es ist vieles besser, als wir es über die Medien wahrnehmen“, so Kossendey.
Im Anschluss an das Gespräch mit ihrem Wahlkreisabgeordneten hatten die Jugendlichen Gelegenheit sich während eines Informationsvortrags den Plenarsaal anzuschauen und danach die Kuppel des Reichstages zu besuchen.