Wenn Sie einmal raus aus dem Berliner Stadttrubel möchten, und sich an einem schönen Tag Richtung Potsdam entlang der Berliner Seenkette mit Schlachtensee, Nikolassee, Großer und Kleiner Wannsee machen, dann kann ich Ihnen nur die Villa Schöningen an der Glienicker Brücke empfehlen.Dies ist die Nahtstelle von Berlin nach Potsdam, wo noch vor gut 20 Jahren die Grenze zwischen Ost und West verlief. Dort wurden zur Zeit des Kalten Krieges vor den Augen der Weltöffentlichkeit Agenten ausgetauscht.Direkt hinter der Brücke, auf der Potsdamer Seite; befindet sich das heute, wie damals wunderschöne Gebäude; die Villa Schöningen. Ehemals errichtet wurde diese italienische Turmvilla im Jahre 1843 vom Architekten Ludwig Persius, aus einer wohl romantischen Laune des damaligen Königs Friedrich Wilhelm IV heraus.
Das Gebäude hat eine bewegende Geschichte hinter sich, als Ort der Kunst, als Wohngebäude, als Kinderbetreuungszentrum und nicht zuletzt als Beinaheopfer einer Immobilienentwicklungsidee.
Eine historische Dauerausstellung, die einem anhand von Zeitzeugenberichten näher gebracht wird, halte ich persönlich für sehr gelungen.
Kombiniert mit zeitgenössischer Kunst – bis Ende März kann man Exponate des Künstlers Anselm Kiefer betrachten - machen den Weg an den südlichen Stadtrand von Berlin zu einem gelungenen Ausflug und einer kleinen Zeitreise, die Erinnerungen weckt.
Wem dies alles noch nicht reicht, der kann im Anschluss noch einer Lesung oder Buchpremiere lauschen, die in der Villa Schöningen in regelmäßigen Abständen stattfindet.
Informationen zum Ort und Programm finden Sie unter www.villa-schoeningen.de oder unter Tel. 03331/2001741. Der Eintritt zu den Ausstellungen beträgt € 8,--, bzw. € 5,-- für Gruppen ab 5 Personen.
Adresse: Berliner Straße 86, 14467 Potsdam
Anfahrt: S-Bahn S1 oder S7 Richtung Potsdam bis Wannsee Bahnhof, Bus 316 bis Glienicker Brücke.