Thomas Kossendey

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Thomas Kossendey
Berlinbummel - Teil 19: Der Dorotheenstädtische Friedhof

31.07.2008

Berlin - das ist nicht nur der Sitz des Deutschen Bundestags. Die Stadt bietet eine unüberschaubare Vielfalt an Sehenswürdigkeiten und historischen Gebäuden, Museen, Theatern, Restaurants und Geschäften. Bummeln Sie mit Thomas Kossendey durch die Hauptstadt! Teil 19 der Bummel-Tour führt Sie in eine besondere "Grünanlage": Den Dorotheenstädtischen Friedhof.

 

friedhofsschild  
Der Dorotheenstädtische Friedhof ist
eine grüne Oase in der Großstadt -
und gleichzeitig eine Sehenswürdigkeit.
 
Jetzt im Sommer füllt sich unsere Hauptstadt wieder mit Touristen aus aller Welt. Aber auch viele Deutsche nutzen die schönen Tage, um Berlins Sehenswürdigkeiten zu besuchen, Kultur und Kulinarisches zu genießen und nach Herzenslust Einkaufsbummel zu machen. Das alles macht sicherlich viel Spaß und mag auch der Grund für Ihre Berlinreise sein. Sollten Sie nach ein paar Tagen aber dennoch Lust auf Abwechslung, Grünes und frische Luft haben, so möchte ich Ihnen an dieser Stelle eine besondere "Grünanlage" mitten in Berlin empfehlen: den Dorotheenstädtischen Friedhof. Dieser Vorschlag mag Ihnen etwas morbide vorkommen für einen Spaziergang an einem schönen Sommertag, aber hier können Sie ausruhen von der Großstadt, ein schattiges Plätzchen suchen, wenn Ihnen das Straßenpflaster zu heiß wird – und gleichzeitig eine wirkliche Sehenswürdigkeit Berlins genießen! Dieser große Friedhof in der Nähe des Oranienburger Tores beherbergt nämlich so einige bekannte Persönlichkeiten: Der Architekt Schinkel liegt hier begraben und entwarf in weiser Voraussicht zu Lebzeiten seinen eigenen Grabstein, der Komponist Hanns Eisler, nachdem die bekannte Musikhochschule benannt ist,
  grab_brecht
  Im Vergleich zu den umliegenden Grabstätten
mit betenden Engeln und großen Statuen wirkt
das Grab von Bertolt Brecht und seiner Frau
Helene Weigel besonders schlicht.
hat hier ebenso eine letzte Ruhestätte gefunden wie Heinrich Mann, Bertolt Brecht und dessen Frau Helene Weigel. Schauen Sie genau hin: Das Grab der Brechts ist in einer Mauerecke leicht zu übersehen. Und im Gegensatz zu den umliegenden Grabstätten auch nicht mit Statuen, kleinen Tempeln oder großen Grabsteinen mit langen Inschriften versehen.

Wenn Sie nach einem Spaziergang durch diese parkartige Anlage wieder Energie getankt haben für Ihre nächste Etappe, besuchen Sie doch die Brecht-Weigel- Gedenkstätte gleich nördlich des Friedhofs. Hier können Sie nicht nur Brechts Arbeitszimmer und Bibliothek sehen, sondern auch das Zimmer, in dem er 1956 starb. Helene Weigel bewohnte das Haus bis zu ihrem Tod im Jahre 1971.