Planen Sie in der nächsten Zeit einen Besuch in Berlin? Denken Sie
darüber nach - die Hauptstadt ist immer eine Reise wert. Allerdings
kann Berlin zu dieser Jahreszeit auch ein wenig ungemütlich sein: Man
spürt, dass man das eher feucht-gemäßigte Klima Nordwestdeutschlands
hinter sich gelassen hat und ein ganzes Stück gen Osten gereist ist,
wenn man im März in Berlin aus dem Zug steigt. Diese Aussicht sollte
Sie aber auf keinen Fall von einem Besuch in der Bundeshauptstadt
abhalten. Sie können das typische Besuchsprogramm der bekannten
Sehenswürdigkeiten wie Brandenburger Tor, Reichstag und Berliner Dom
auch aus der wohligen Wärme eines Tourbusses genießen und sich dann den
meiner Meinung nach größten Attraktionen Berlins zuwenden: den
zahlreichen Museen.
Ich möchte Sie in den kommenden Wochen an dieser Stelle auf ein paar
besonders interessante Sonderausstellungen aufmerksam machen, die ich
sicherlich auch persönlich besuchen werde, sofern es meine Zeit
erlaubt. Eine wichtige Information für Sie schon einmal gleich am
Anfang: Donnerstags zahlen Sie in den Abendstunden keinen Eintritt
(jeweils vier Stunden vor Schließung, allerdings nur in den
Dauerausstellungen.) Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben immer
freien Eintritt.
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Der Eingang des Pergamon-Museums
vor dem Umbau. Zur Zeit ist hier
alles von Baugerüsten verdeckt.
(c) Staatliche Museen zu Berlin
Foto: F. Friedrich, Berlin. | |
Wenn
Sie gerade in Berlin sind, sollten Sie unbedingt das berühmte
Pergamonmuseum auf der Museumsinsel in Mitte besuchen. Die
Sonderausstellung mit dem schönen Titel "Zur Hölle! Eine Reise durch
die antike Unterwelt" verspricht Einblicke in die Jenseitsvorstellungen
der Antike. Oder glauben Sie nicht an Gespenster? Falls Sie Ihren
Nerven das höllische Thema nicht zumuten möchten, dann gibt es im
Pergamonmuseum genug anderes zu entdecken: Der weltberühmte
Pergamonaltar, der dem Museum seinen Namen gegeben hat, stellt die
Schlacht der Giganten gegen die Götter da. Leider wurde der Altar
zerschlagen und nicht alle Bruchstücke konnten gefunden werden. Hier
hilft entweder eine Führung oder die schriftlichen Erklärungen zu den
verbliebenen Szenen der Schlacht. Sollten Sie Ihre Kinder oder Enkel
dabei haben, können Sie die völlig sorglos mit diesem eher martialisch
anmutenden Ausstellungsstück konfrontieren: Die Gewaltdarstellung hält
sich in Grenzen und beschränkt sich auf das Schleudern von Blitzen und
Werfen von mit Schlangen gefüllten Tonkrügen.
Zur Hölle! Eine Reise in die antike Unterwelt
(bis zum 17.08.2008)
Ausstellung über Jenseitsvorstellungen der Antike
Pergamonmuseum, Bodestraße 1, 10178 Berlin (Mitte)
Öffnungszeiten: Mo-So 10.00-18.00, Do 10.00-22.00