Thomas Kossendey

Der Mann, der Ihr Vertrauen verdient!

Thomas Kossendey
Berlinbummel - Teil 10: Auf ein Bier im Yorckschlösschen

20.08.2007

Berlin - das ist nicht nur der Sitz des Deutschen Bundestags. Die Stadt bietet eine unüberschaubare Vielfalt an Sehenswürdigkeiten und historischen Gebäuden, Museen, Theatern, Restaurants und Geschäften. Bummeln Sie mit Thomas Kossendey durch die Hauptstadt! Teil 10: Auf ein Bier im Yorckschlösschen.

 

Beim neunten Teil unseres Bummels habe ich Ihnen mein Geburtshaus in Kreuzberg gezeigt. Nun ist das natürlich keine Sehenswürdigkeit an sich; es handelt sich um ein ganz normales, wenn auch aufwändig renoviertes Mietshaus mit Ladengeschäft und vielen Wohneinheiten. Warum ich Sie nach Kreuzberg mitgenommen habe, hat noch einen anderen Grund, und der ist um diese Jahreszeit besonders attraktiv: das Yorckschlösschen. Diese Lokalität hat nichts mit dem Berliner Stadtschloss zu tun, um dessen Wiedererrichtung oder Nicht-Wiedererrichtung in der Mitte Berlins schon etwas länger gestritten wird. Ich meine ein sehr rustikales Gartenlokal mit Live-Musik am Wochenende und an Mittwochabenden. Wenn Sie die Yorckstraße weiter nach Nord-Osten entlang gehen, stoßen Sie nach einigen hundert Metern auf der linken Straßenseite auf das Yorckschlösschen.

   
Im grünen Garten des Lokals
"Yorckschlösschen" sitzen Sie um diese
Jahreszeit gut.
 
Das Lokal beschreibt sich selbst als "Home of Jazz and Blues" und bietet Jazz, Blues, Soul, Dixieland und Funk - für nur 4 Euro Musikzuschlag pro Person! Wenn Sie bei warmem Wetter im Biergarten Platz nehmen, können Sie die Musik sogar kostenlos genießen. Das Programm finden Sie auf der Homepage. Aber auch wenn gerade niemand aufspielt ist das Yorckschlösschen einen Besuch wert. Denn hier gibt es sie noch, die echte Berliner Küche. Bouletten (so nennt man hier gemeinhin das, was woanders als Frikadellen bekannt ist) mit Bratkartoffeln, Bauernfrühstück mit Spreewaldgurke oder Kasseler mit Sauerkraut - Freunde der deftigen Hausmannskost kommen hier ins Schwärmen. Und das alles zu familienfreundlichen Preisen. Wenn Sie eher einen kleinen Hunger verspüren, sollte ich Sie warnen: Die Schnitzel hängen zu beiden Seiten über den Tellerrand hinaus - vielleicht nehmen Sie doch lieber nur eine Vorspeise?

So lässt sich der Sommer in Berlin gut aushalten. Sicherlich nicht so hip wie die vielen Strandbars an der Spree, aber dafür mit echten Berliner Gästen und echter Berliner Bedienung: "Een Bier noch? - Ja, ha' ik nich' verjessen, bring' ik jleech!".

Wenn Sie die Yorckstraße auf dem Nachhauseweg dann weiter Richtung Mehringdamm nach Westen gehen, kommen Sie übrigens an meiner Taufkirche vorbei: die Sankt-Bonifatius-Kirche, Yorckstraße 88.